Judo   |   Taekwondo   |   Selbstverteidigung   |   Fitness   |   Aktuelles   |    Kontakt   |   Trainingsplan

Judo Bundesliga     |     Sponsoren     |     Über uns     |     Downloads     |     Impressum

 
 

 Was ist Judo?

 Die 10 Judo-Werte

 Das Judo-Angebot

 Unsere Trainer

 Seniorentraining

 Judo für Groß und Klein

 Bundesliga-Team

 Dan-Träger

 Links

 Schulen

 

 

Was ist Judo?

Schon im Mittelalter etablierten sich an den Häfen der Feudalherren in Japan Meister der Selbstverteidigungskunst, die die Aufgabe hatten, die Samurai in der Kunst des Nahkampfes und ohne Waffen zu unterrichten. Jeder Meister, jede Schule spezialisierte sich auf einige Griffe und bestimmte Prinzipien, deren Geheimnisse sie eifersüchtig hüteten. Als dann mit der Meiji-Restauration (1867) den Samurai ihre Privilegien genommen wurden und eine nachhaltige Begeisterung für alles Westliche die Beschäftigung mit den traditionellen Künsten als rückständig erscheinen liess schien die Stunde eben dieser Meister geschlagen.

Judo - der sanfte Weg

Der Begründer des modernen Judo, Jigoro KANO, beschränkte sich als Student nicht darauf, die Selbstverteidigungskunst (Ju-Jutsu) zu studieren, sondern versuchte, bei mehreren Meistern zu lernen. Er war ein Gegner von unnötiger Härte und der relativen Einseitigkeit der alten Schulen. Im Jahre 1882 eröffnete er eine eigene kleine Schule (Dojo), den KODOKAN. Sein intensives Studium hatte ihn davon überzeugt, dass neben den vorhandenen Werten für die körperliche Ausbildung auch der Weg zu einer allumfassenden Erziehung und Bildung zu finden sei. Er unterrichtete eine ständig wachsende Klasse in einem neukombinierten Zweikampfsystem, das er, weil es u.a. auf dem Prinzip "Siegen durch Nachgeben" basierte und der Charakter- und Persönlichkeitsbildung breiten Raum gab, JUDO (der sanfte Weg) nannte.

Wie kam Judo nach Deutschland?

In Deutschland waren es Erich RAHN, der 1905 die erste Judo-Schule in Berlin eröffnete, und Alfred RHODE, Mitbegründer des ersten deutschen Judo-Clubs in Frankfurt 1920, die ihr Leben dem Judo-Sport widmeten und den Hauptverdienst an der Verbreitung des Judo haben. Erst nach dem zweiten Weltkrieg, nach einer von den Alliierten verordneten Zwangspause, nahm Judo als Sport einen ungeahnten Aufschwung. Die Eröffnung zahlreicher Judo-Schulen und die Arbeit von bekannten hauptberuflichen Trainern wie Hirano, Suzuki, Kurokawa, Nagaoka, Watanabe und Han Ho San machte Judo breiteren Kreisen bekannt, und dies kam dem Leistungssport zugute.

Was sind die Prinzipien des Judo?

Dafür, dass der Kampf auf der Judo-Matte nicht in einen simplen Kräftevergleich ausartet, bei dem ein Gegner mehr oder weniger verletzt auf der "Strecke" bleibt, sorgen zwei Grundsätze. Jede Bewegung und jede Technik gehorcht dem Prinzip der grösstmöglichen Wirkung. Steht man einem körperlich stärkeren Gegner gegenüber, so widersetzt man sich dem von ihm ausgeführten Druck nicht, sondern zieht ihn sogar noch in die Richtung, in die er stösst. Der Gegner stolpert überrascht nach vorne und verliert sein Gleichgewicht zumindest teilweise. Nun setzt man die eigene Kraft mit dem grössten Nutzeffekt ein. Dieses Beispiel zeigt, dass am Prinzip von der grösstmöglichen Wirkung die Gesetze des Nachgebens, des Gleichgewichtbrechens und des rationalen Einsatzes beteiligt sind.

Das zweite Prinzip hebt Judo vom blossen Zweikampfsport ab und lässt es zum erstklassigen Erziehungssystem werden. Es ist das moralische Prinzip vom gegenseitigen Helfen Und Verstehen. Jede Judoübung wird mit einem Partner und nicht gegen einen Gegner durchgeführt; ohne Partner und ohne willige Freunde, für deren Fortschritt man sich genauso verantwortlich fühlt wie für den eigenen, ist Judo nicht möglich.

Jap. (Kanji): Judo

Der Judogi

Der Judoanzug, der von den Judokämpfern (Judoka) getragen wird heißt Judogi. Erst seit 1997 sind weltweit zweifarbige Judogi erlaubt. Nachdem die Japaner lange Jahre verhindert hatten, dass neben einem weißen Judoanzug zur besseren Unterscheidung auch ein blauer Anzug getragen werden darf, stimmte der Weltkongreß der Judoka 1997 dieser in Europa schon seit 1990 gültigen Regelung zu.

So wurde erstmals bei den Weltmeisterschaften 1999 in blauen und weißen Anzügen gekämpft und Noriko Anno wurde als erste Japanerin in einem farbigen Judoanzug Weltmeisterin.

Direkt nach ihr siegte der erst 19-jährige Kosei Inoue -100 kg und er erschien sogar zur Siegerehrung - vielleicht unbedacht ? -im lange umstrittenen blauen Judogi. Vom 16. -22. September werden in Sydney Judoka erstmals bei Olympischen Spielen in farbigen, fernsehfreundlichen Anzügen kämpfen.

Auch wenn somit die farbigen Judoanzüge überall (auch in Japan) Einzug gehalten haben, bedeutet dies nicht, dass die Judo-Ettikete dadurch verändert worden sei. Die Unart, weiße Hosen zu einer blauen Jacke (oder umgekehrt) zu tragen, sollte sich nicht verbreiten und auch in Hygienefragen sollten die blauen Anzüge nicht zu Nachlässigkeiten führen.

Die Wettkampfregeln schreiben eindeutig vor, dass "der Judogi sauber, generell trocken und ohne unangenehmen Geruch sein soll" (Kampfregeln 1998, S. 7, Artikel 4 - Hygiene) und "jeder Kämpfer, der den Anforderungen nicht entspricht ist nicht berechtigt zu kämpfen und der Gegner soll den Kampf mit Kiken-gachi ("Sieger durch Aufgabe") gewinnen" (s.o.)

Ausserdem legen die Regeln fest, dass der Judogi
- reißfest aus Baumwolle oder ähnlichem Material hergestellt ist,
- in gutem Zustand (ohne Risse und schadhafte Stellen) ist,
- das Material nicht zu dick sein darf oder so hart, dass es den Griff des Gegners verhindert,
- der erste Wettkämpfer blau trägt, der zweite weiß oder fast weiß,
- die Jacke lang genug sein muss, um die Oberschenkel zu bedecken und bis zu den Fäusten reicht,
- die Jacke links über rechts getragen wird,
- die Ärmel maximal bis zum Handgelenk, aber mindestens 5 cm oberhalb des Handgelenks reichen,
- sich an der Hose keine Abzeichen befinden dürfen und sie die Beine bedecken muss bis maximal zum Fußknöchel, mindestens aber 5 cm oberhalb des Fußknöchels,
- um die Taille ein 4-5 cm breiter Gürtel getragen werden muss, der der Farbe der Graduierung entspricht und zu einem eckigen Knoten gebunden wird, nachdem er zweimal um den Körper geschlungen wurde; die Gürtelenden müssen mindestens 20 cm heraushängen,
- Kämpferinnen unter der Jacke entweder ein völlig weißes oder ein fast weißes T-Shirt mit kurzen Ärmeln tragen, das ausreichend reißfest ist; es muss in die Hose gesteckt werden; sie können statt dessen auch einen Einteiler tragen.

Entspricht ein Judogi eines Kämpfers nicht diesen Regeln, muss der Kampfrichter den Kämpfer anweisen, ihn in kürzester zeit gegen einen Judogi zu wechseln, der diesen Regeln entspricht.

Mehr Informationen: www.de.wikipedia.org/wiki/Judo